Massenproteste gegen Vergewaltigung

von Maja Bavljevic

 

 

Indien Land der Frauen

 

In Indien sind leider Spott, Beleidigungen, sexistische Bemerkungen und Vergewaltigungen von Frauen alltäglich. In Indien wirft die Arbeiterklasse der Regierung Singh mit Recht vor, dass sie bisher kaum etwas unternommen zu haben, um gegen die Misshandlung von Frauen aus unserer Klasse zu kämpfen. Nach offiziellen Angaben richteten sich 2011 von rund 256.000 registrierten Gewalttaten mehr als 228.000 gegen Frauen. Neu-Delhi gilt zudem als die Stadt mit den meisten Vergewaltigungen in Indien. Anscheinend, werden wir Frauen im Kapitalismus oft nur noch als ein Stück Fleisch angesehen, die nur noch drauf warten von einen oder mehreren Männern vergewaltigt zu werden. In Indien und anderen Ländern Südasiens werden Mädchen sehr früh verheiratet und wechseln in die Familie des Ehemannes wo sie oft misshandelt werden. Die meisten trauen sich gar nicht zur Polizei zu gehen, weil laut der Erziehung das eine Schande für die Familie wäre und die Polizei mesit mehr den Tätern als den Opfern hilft.

 

Warum die Weltweite Empörung?

 

Eine 23-Jährige Studentin wurde am 16. Dezember in Neu-Delhi von sechs Männern in einem Bus etwa eine Stunde lang vor den Augen ihres Freundes vergewaltigt. Sie wurde mit einer Eisenstange geschlagen und dann aus dem fahrenden Bus auf die Straße in der Hauptstadt geworfen, als wäre sie ein Stück Dreck. Die junge Frau erlitt schwere Darmverletzungen und musste mehrmals am Unterleib operiert werden, weil die Täter nicht sehr „freundlich“ mit ihr umgegangen sind. Die Ärzte haben alles versucht um das Leben der jungen Frau zu retten aber dennoch verstarb sie an den schweren Verletzungen.

 

Die Folgen der Tat

 

Nach ihrem Tod kam es zu tagelangen Demonstrationen, weil unsere Klassenbrüder und -schwestern sich versammelt haben, um für einen besseren Schutz von Frauen und härtere Strafen für Vergewaltiger einzutreten. Es wurden Losungen gerufen wie „Wenn wir nicht protestieren, werden Indiens Frauen weiterhin leiden!“ Die Polizei griff die Aktivisten und Aktivistinnen an und versuchte die zu bekämpfen indem sie Tränengas gegen sie einsetzte. Natürlich wollten – nach offiziellen Angaben - die Polizisten die Menschenmassen dadurch nur „beruhigen“, darum gab es auch mehrere Verletzte. So sieht die Demokratie aus, von der die Bürgerlichen sprechen!

Die Demonstranten wollten endlich die Regierung und die Menschen in Indien wach rütteln und auf all jene Fälle aufmerksam machen, die oft jahrelang nicht gelöst werden. Die Familie des Opfers und die Demonstranten fordern natürlich die Todesstrafe für alle 6 Täter. Die Regierung versprach der Familie den Prozess so schnell wie möglich zu führen und die Täter für ihr Verbrechen zu bestrafen. Jetzt soll eine Datenbank errichtet werden, in der alle verurteilten Vergewaltiger des Landes erfasst werden. Es soll auch eine Notrufnummer für Frauen errichtet werden und die Straßen und Busse sollen besser beleuchtet und kontrolliert werden. Versprechen kann jeder etwas aber es einzuhalten ist was anderes.

Wir Kommunisten und Kommunistinnen versprechen den Menschen nichts was wir nicht einhalten können und darum sagen wir: vertrauen ist schön und gut aber Kontrolle ist besser! Es ist gefährlich den Kampf gegen Frauenunterdrückung und Vergewaltigungen dem bürgerlichen Staat zu überlassen, der mit den Tätern oft im selben Boot sitzt. Es braucht Komitees von Frauenorganisationen und der Arbeiterbewegung, sowie der Bewohner der Stadtviertel um gegen Vergewaltiger vorzugehen! Hoch die Internationale Frauen Solidarität!

Wir fordern:

*Kampf der Gewalt gegen Frauen! Für den Aufbau öffentlicher und von Frauenorganisationen kontrollierten Frauenschutzeinrichtungen!

*Für den Aufbau von Selbstverteidigungseinheiten gegen frauenfeindliche Gewalt durch Arbeiter- und Frauenbewegung!

*Für den Aufbau einer revolutionären Frauenbewegung! Für das Recht auf eigene Treffen von Frauen in den Massenorganisationen der ArbeiterInnen und Unterdrückten.